Vor wenigen Wochen ging die Winterolympiade 2026 in Italien zu Ende. Dabei gewann Norwegen die meisten Medaillen. Einer der Autoren des neu bei Springer erschienenen Buches „Das Weltklasse-Gehirn“ ist ebenfalls Norweger und sportbegeistert: Dr. Harald Harung. Harung war selbst erfolgreicher Orientierungsläufer auf internationalem Niveau. Dabei handelt es sich um eine Disziplin, die Geschwindigkeit und höchste Präzision verlangt. Diese Sportart weckte sein tiefes Interesse an Spitzenleistung. Später lehrte er als Professor an der Oslo Metropolitan University die Themen Führung, Ethik und Höchstleistungen.
Foto oben: Spitzenleistung im Wettkampf entsteht nicht nur durch Training, sondern durch die optimale Koordination von Geist und Gehirn, heißt es in einem neuen Buch zur Gehirnforschung. © Jonathan Chng auf Unsplash
Spitzenleistungen gehen oft mit plötzlichen Leistungsschüben und intensiven Glücksgefühlen einher – sogenannten „Gipfelerfahrungen“. Um deren Ursachen zu erforschen, arbeitete Harung mit dem Neurowissenschaftler Dr. Frederick Travis zusammen. Beide untersuchten olympische Athleten, Spitzenmusiker und erfolgreiche Führungskräfte, analysierten deren Gehirnfunktionen und befragten sie zu ihren Erfahrungen. Dabei zeigte sich: Klassische Faktoren wie Ausbildung oder Erfahrung erklären nur einen sehr kleinen Teil von Leistungsfähigkeit. Entscheidend ist eine hochentwickelte Geist-Gehirn-Koordination.
„Nur die Praxis der Transzendentalen Meditation nutzt das gesamte Gehirn. Ich betone das Wort »nur«. Nur die Erfahrung des transzendentalen Bewusstseins nutzt das gesamte Gehirn.“ – Maharishi Mahesh Yogi
Das Buch beschreibt, wie sich diese Koordination entwickelt – insbesondere durch die Praxis der Transzendentalen Meditation (TM). Charakteristisch für die Meditation ist eine erhöhte EEG-Kohärenz, vor allem im Alpha-Bereich – die auf eine besonders harmonische Zusammenarbeit der Gehirnareale hinweist. Mit zunehmender Praxis stabilisiert sich dieser Zustand nicht nur in der Meditation, sondern auch im Alltag, im Schlaf und unter Belastung. Die Grundlage für diese Integration in allen Lebensbereichen wird als „ruhevolle Wachheit“ beschrieben: Das Gehirn ist gleichzeitig entspannt und hoch leistungsfähig. Studien zeigen zudem verbesserte kognitive Fähigkeiten, mehr Kreativität, emotionale Stabilität und eine schnellere Stressregulation. Langjährige TM-Praktizierende weisen überdies oft eine Gehirnfunktion auf, die mit deutlich jüngeren Personen vergleichbar ist.
Die Wirkung der TM ist wissenschaftlich messbar: MIU-Professor Dr. Fred Travis bereitet bei einer Probandin eine EEG-Messung vor, um die Gehirnaktivität in der Meditation zu untersuchen.
Gesteigerte Intuition und klareres Denken
Spontane Höchstleistungen, Erfolg ohne Überanstrengung und ein Gefühl tiefer Erfüllung beruhen somit auf einer integrierten Gehirnfunktion. Das Buch zeigt praxisnah, wie sich diese systematisch entwickeln lässt. Neben den wissenschaftlichen Ergebnissen schildert es auch anschaulich die Forschungsarbeit der Autoren sowie Gespräche mit Top-Performern. Diese berichten häufig von gesteigerter Intuition, klarerem Denken und ungewöhnlich günstigen Umständen im Leben.
Vision für mehr Harmonie und Frieden
Travis und Harung gehören zu den ersten Forschern, die eine neurophysiologische Grundlage für Spitzenleistungen nachweisen konnten. Darüber hinaus entwerfen sie eine Vision gesellschaftlicher Entwicklungen, die solche Zustände fördern – bis hin zu mehr Harmonie und Frieden. Das Buch Das Weltklasse-Gehirn – Der Vorsprung, der Top-Performer erfolgreich macht, und wie Sie ihn erwerben können ist jetzt im Springer-Verlag erschienen und als eBook sowie in einer gedruckten Softcover-Version erhältlich.
Das Buch ist als eBook oder gedrucktes Exemplar erhältlich. ISBN: 978-3-032-08404-0
Dr. Harald S. Harung ist ein interdisziplinärer Forscher von Spitzenleistungen an der Oslo Metropolitan University in Norwegen. Viele Jahre lang unterrichtete er Unternehmensführung, Ethik und Weltklasse-Leistungen in Vorlesungen und Seminaren mit an die 500 Studenten. Harung promovierte an der University of Manchester und war in der Forschung an der Oxford University sowie als Marineoffizier, als Geschäftsführer eines Ingenieurunternehmens und als Präsident eines internationalen Business Colleges tätig.
Dr. Frederick Travis ist seit 1990 Direktor des Center for Brain, Consciousness and Cognition an der Maharishi International University in den USA. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung des Gehirns von der Geburt bis zu den verschiedenen Phasen des Erwachsenenalters, die Erforschung höherer Bewusstseinszustände und die Auswirkungen von Meditationserfahrungen auf das Gehirn. Travis und Harung waren die ersten Forscher weltweit, die eine neurophysiologische Basis im Gehirn für Spitzenleistungen fanden.











