Wie Stress, Gene und Alterung durch TM beeinflusst werden

Eine junge Frau sitzt auf einer Wiese im Schneidersitz und lächelt.

Die moderne Biologie geht heute davon aus, dass unsere Gene nicht einfach festlegen, wie gesund wir sind, wie intelligent wir sind und wie schnell wir altern. Entscheidend ist vielmehr, welche Gene aktiv sind – ein Prozess, der als Gen-Expression bezeichnet wird. Die Epigenetik, ein relativ neuer Forschungszweig der Biologie, versucht zu ergründen, was dazu führt, dass manche Gene aktiv sind und manche nicht.

Eine neue Studie, veröffentlicht im Fachjournal Biomolecules (Biomolecules 2025, 15 (3), 317; doi.org/10.3390/biom15030317 untersucht die Auswirkungen der regelmäßigen Ausübung der Transzendentalen Meditation (TM) auf Stress, Alterungsprozesse und kognitive Funktionen beim Menschen. Aufbauend auf früheren Arbeiten (pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11939949), in denen bei TM-Praktizierenden bereits Veränderungen in der Gen-Expression festgestellt wurden – also eine Unterdrückung der Expression von Genen, die mit Stress und Alterung in Verbindung gebracht wurden – analysiert diese Studie weitere biologische und neurophysiologische Marker.

Untersucht wurden vier Gruppen: junge und ältere Nicht-Meditierende sowie junge und ältere langjährige TM-Praktizierende. Die Forscher analysierten Gen-Expression in Immunzellen (PBMCs), EEG-basierte Maße der Gehirnintegration und kognitiven Verarbeitung sowie langfristige Stresshormonbelastung, gemessen über Cortisol- und Cortisonwerte in Haarproben.

Zentrale Ergebnisse

1. Weniger chronischer Stress
TM-Praktizierende hatten deutlich niedrigere langfristige Stresshormonwerte als Nicht-Meditierende. Das spricht dafür, dass ihr Nervensystem dauerhaft besser reguliert ist und seltener im Alarmmodus bleibt.

2. Effizientere Gehirnfunktion
Im EEG zeigten TM-Praktizierende:

  • schnellere Informationsverarbeitung
  • bessere Integration verschiedener Hirnbereiche
  • kürzere Reaktionszeiten bei Aufmerksamkeitsaufgaben

Diese Effekte waren besonders deutlich bei älteren TM-Praktizierenden.

3. „Jüngere“ biologische Muster
Auf Ebene der Gen-Expression zeigte sich, dass bei älteren TM-Praktizierenden viele stress- und altersassoziierte Gene weniger aktiv waren. Ihre genetischen Aktivitätsmuster ähnelten in Teilen denen jüngerer Menschen.

Studienchart zeigt den CT-Wert bei drei verschiedenen Gruppen

Diese Abbildung aus der Publikation zeigt den Vergleich der durchschnittlichen Ct-Werte (Threshold Cycle Values) von sechs ausgewählten Genen in drei Gruppen: junge Erwachsene ohne Meditationserfahrung (Young Control), ältere Erwachsene mit langjähriger Praxis der Transzendentalen Meditation (Old TM) sowie ältere Erwachsene ohne Meditation (Old Control). 

Ct-Werte sind ein Maß für die Aktivität von Genen: Je niedriger der Ct-Wert, desto stärker ist ein Gen aktiv. Der Vergleich macht sichtbar, dass sich die Gen-Aktivität bei älteren TM-Praktizierenden deutlich von der älteren Kontrollgruppe unterscheidet und in mehreren Fällen eher den Werten der jungen Kontrollgruppe ähnelt. Dies deutet darauf hin, dass regelmäßige Transzendentale Meditation mit einer günstigeren Regulation von stress- und altersassoziierten Genen verbunden sein kann.

Was bedeutet das?

Die Ergebnisse legen nahe, dass regelmäßige Transzendentale Meditation:

  • chronischen Stress reduziert
  • kognitive Funktionen, die normalerweise mit dem Alter nachlassen, besser erhalten bleiben
  • und möglicherweise generell der Alterungsprozess verlangsamt ist

Die Forschenden interpretieren dies als Zeichen geringerer allostatischer Belastung – also weniger Abnutzung durch dauerhaften Stress. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass langjährige TM-Praxis die sogenannte allostatische Belastung (Stressabnutzung des Körpers) reduzieren oder teilweise umkehren kann. Die Epigenetik bietet damit einen wissenschaftlichen Rahmen, um zu verstehen, wie Bewusstseinsentwicklung biologische Prozesse beeinflussen kann.

Quellle: Possible Anti-Aging and Anti-Stress Effects of Long-Term Transcendental Meditation Practice: Differences in Gene Expression, EEG Correlates of Cognitive Function, and Hair Steroids

Supaya Wenuganen et al, Biomolecules 2025, 15(3), 317; doi.org/10.3390/biom15030317

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