Gruppen meditieren zur Lösung des Konflikts in Osteuropa
27. Mai 2022
Eine Gruppe friedliebender Menschen praktiziert die Transzendentale Meditation in Russland

Während der Krieg in der Ukraine vorerst weitergeht, machen sich immer mehr Menschen auf, um friedliche Lösungen nicht nur zu propagieren, sondern praktisch anzuwenden.

Schon rasch nach Beginn des Ukraine-Konflikts haben sich TM-Meditierende aus Russland, der Ukraine und weitere Teilnehmer aus der ganzen Welt aufgemacht, um gemeinsam für den Frieden zu meditieren.

An drei Kursorten – in Russland in Anaba, in Rumänien in Mamaia am Schwarzen Meer und in den Bergen der westlichen Ukraine – haben sich Ausübende der TM versammelt, um diese Technik des Friedens auszuüben.

In den überlieferten Texten des Yoga – der Wissenschaft der Einheit von Geist, Körper und Umwelt – heißt es: „In der Nähe von Yoga (dem Zustand der Einheit) vereinigen sich gegensätzliche Tendenzen zu einem einheitlichen Zustand von Harmonie.“ (Yoga-Sutra 2.35)

Weltweite Spendenkampagne

Und um diesen harmonischen Einfluss zu erzeugen, braucht es entsprechend wissenschaftlicher Einschätzung und bisheriger Erfahrungen die Wurzel aus 1 Prozent der Bevölkerung, die auch gemeinsam das fortgeschrittene Sidhi-Programm der Transzendentalen Meditation ausüben: mit dem yogischen Fliegen.

Inspiriert von den TM-Organisationen in der ganzen Welt läuft eine Go-Fund-Me-Kampagne, um diese Weltfriedensversammlungen zu unterstützen:

gofundme.com/f/cjgcz-lets-reduce-tensions-between-russia-and-ukraine

Die Teilnehmerzahlen liegen durchschnittlich bei 50 in den Bergen der Westukraine, 170 in Russland und 100 in Rumänien, das eine 614 km lange Grenze mit der Ukraine teilt. Reisebeschränkungen und gefährliche Bedingungen erschweren die Teilnahme weiterer Freiwilliger in der Ukraine, aber die Zahl der Teilnehmer in Russland und Rumänien steigt stetig.

Entsprechend den Parallelen aus der Naturwissenschaft sollten friedensstiftende Gruppen die Quadratwurzel aus 1 Prozent der Bevölkerung umfassen, um die maximale beruhigende Wirkung zu erzielen. Die Teilnehmer sind überzeugt, dass das Erreichen dieser Zahl – 700 in der Ukraine, 1200 in Russland und 500 in Rumänien – dazu beitragen wird, Spannungen abzubauen und eine friedliche Lösung des Konflikts zu ermöglichen.

Pioniere des Friedens tauschen Erfahrungen aus

Auch wenn die Zahlen noch vom Ziel entfernt sind, setzen diese Pioniere des Friedens doch ein Zeichen, das Politiker und friedliebende Menschen nicht kalt lassen sollte.

Täglich verbinden sich die drei Gruppen virtuell über Zoom und tauschen sich über ihre Meditationserfahrungen aus – und es geht zu Herzen, wie die offiziell verfeindeten Nationen Russland und Ukraine zusammen mit all den internationalen Teilnehmern aus aller Welt in Rumänien gemeinsam an einem Strang ziehen, um die wirklich einzige wissenschaftlich bewiesene Friedenstechnik auszuüben.

In diesem Kontext hat auch der amerikanische Star-Regisseur David Lynch, der selbst TM ausübt, eine Friedensinitiative gestartet: Demnach sollen von Philanthropen 500 Millionen US-Dollar eingesammelt werden, so dass 30 000 Studenten zu fortgeschrittenen Meditierenden ausgebildet werden können, allein 10 000 an der Maharishi International University (MIU). Aus Sicht von Dr. Tony Nader, Leiter der TM weltweit, ist kollektives Bewusstsein “die Hauptantriebskraft und der Schlüsselfaktor gesellschaftlichen Lebens”.

Die Hoffnung ist, dass immer mehr Menschen diesem Friedensaufruf folgen und sich beteiligen und schlussendlich auch Regierungen diese Technik des Friedens anwenden, die nur einen Bruchteil der Kosten beispielsweise eines Jagdbombers und im Vergleich zum gesamten Rüstungsbudget noch nicht mal auffallen würde.

Soziales Experiment in Washington wissenschaftlich untersucht

Die wohl bekannteste wissenschaftliche Studie zu diesem friedensschaffenden Effekt der Gruppenmeditaiton – auch bekannt als Maharishi-Effekt, nach Maharishi Mahesh Yogi, der diesen Effekt voraussagte – fand vom 7. Juni bis 31. Juli 1993 in Washington D.C. statt.
4000 TM-Praktizierenden hatten sich dort getroffen, um der Welt zu zeigen, dass mit dem friedlichen Mittel der TM-Meditation und deren fortgeschrittenen Technik des yogischen Fliegens Gewalt und Kriminalität beseitigt werden kann. In einer Stadt mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern waren das weit weniger als 1 Prozent der Bevölkerung.

Und was passierte? Die Kriminalität ging um erstaunliche 23,3 Prozent zurück. Die Studie wurde im Juni 1999 in der Zeitschrift Social Indicators Research veröffentlicht und gehört damit zu den vielleicht wichtigsten Studien, die jemals veröffentlicht wurden. Folgestudien reproduzierten die damaligen Ergebnissen der Auswirkungen des Effekts der Gruppenmeditation im Israel-Libanon-Krieg Jahre später.

Regierungen aus aller Welt sind somit aufgerufen, dieses Projekt zu unterstützen.

Eine Gruppe friedliebender Menschen praktiziert die Transzendentale Meditation in Rumänien. Hinter ihnen sieht man das Schwarze Meer.

In einem rumänischen Hotel direkt am Schwarzen Meer und unweit zur Grenze mit der Ukraine praktiziert eine große Gruppe friedliebender Menschen Transzendentale Meditation und das Fortgeschrittenen-Programm der TM-Sidhis. 

Fotos: WPA

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