Transzendieren – die höchste menschliche Erfahrung

25. Februar 2022

Was ist „Transzendieren“?

„Transzendieren“ heißt: Alle Gedanken hinter sich lassen. Einfach nur tiefe Stille, ruhevolle Wachheit erfahren. Erreicht werden kann dieser Zustand durch die Technik der Transzendentalen Meditation.

Bei der Transzendentalen Medi­ta­tion richten wir unseren Blick zum Ursprung der Gedanken. Die eigene Aufmerksamkeit geht dabei immer weiter nach innen. Zuletzt gibt es nichts mehr, was die Aufmerk­sam­keit nach außen lenken würde – keine Sinnes­wahr­nehmungen, kein Tun, keine Gedanken. Dabei entsteht höchste Ordnung der Gehirnwellen – und tiefe Entspannung. Und das ganz einfach und mühelos!

Aufmerksamkeit außen
Aufmerksamkeit innen
Bei der Transzendentalen Meditation richten wir unseren Blick zum Ursprung der Gedanken. Das funktioniert ganz einfach und mühelos.
Aufmerksamkeit innen
Bei der Transzendentalen Meditation richten wir unseren Blick zum Ursprung der Gedanken. Das funktioniert ganz einfach und mühelos.

Warum wir alle Transzendieren sollten

Ob besser schlafen, Stress oder Angst reduzieren, sich besser konzentrieren können: Die Vorteile des Transzendierens sind im täglichen Leben spürbar. Das gilt für Individuen, als auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene, wenn genügend Menschen die Erfahrung der Transzendenz machen. Die Wirkungen sind so umfassend, dass sie weit über den Entspannungseffekt anderer populärer Meditationstechniken hinausgehen.

Denn beim Transzendieren kann der Geist ganz zu sich selbst kommen. Dabei wird unsere Wahrnehmung erweitert. Dies hat langfristig Auswirkungen auf unser Selbstbewusstsein, unsere Selbsterkenntnis und Selbstliebe – kurz auf unsere Selbstverwirklichung. Das kann auch bedeuten, höhere Bewusstseinszustände zu erfahren oder erweiterte Dimensionen seiner selbst.

Von jeher beschreiben uralte Wissenstraditionen den Zustand der Transzendenz:

»Das Himmelreich ist in Euch.« (Christentum)

 

»Wer sich selbst kennt, kennt den Herrn.« (Islam, Sufismus)

 

»Bei der Rückkehr zu sich selbst geht die Seele in die andere Welt, einen Bereich von Reinheit, Ewigkeit und Unsterblichkeit. Die Seele ist das Ebenbild Gottes.« (Platon)

Aber wie passen solche Ideen in unsere moderne, mechanistische, streng kausale Sicht des Lebens? In einer Welt, in der Gesetzmäßigkeiten rational erklärbar sind, gibt es überhaupt Bedarf an Wissen über ein höheres, universales Bewusstsein?

Die Geschichte des Transzendierens

In früheren Zeiten besaßen die Menschen in fast allen Kulturen „Techniken“, den Geist in einen Zustand völliger Ruhe zu bringen. Im Laufe der Zeit gingen jedoch diese natürlichen, mühelosen Methoden, den Geist in den Zustand der Stille zu bringen, verloren. Selbst­er­kenntnis trat mehr und mehr in den Hintergrund und Menschen begannen, sich eher als einzelne, voneinander getrennte Einheiten wahrzunehmen. Die Verbundenheit von allem was existiert, wurde weniger und weniger wahrgenommen.

Transzendenz: Die Rolle der Religionen

Manchmal spüren wir das Gefühl der Verbunden­heit, zum Beispiel wenn wir jemanden lieben. Aber im Allgemeinen vergessen die Menschen ihre Verbindung zu ihrem höheren Selbst, zur Natur und zueinander. Zwar glaubten sie immer noch, dass es einen Gott gab, ein höheres Wesen, das für alle Phänomene in der Natur verantwortlich war. Doch in der „neuen“ Weltsicht befand dieses sich im „Außen“ – in fernen, mystischen Räumen. Der einzige Weg, sich mit diesem höheren Sein zu verbinden, war durch seine „Vertreter“, die Hüter der Religionen. Sie ersetzten die Selbsterfahrung durch den Glauben an die Erfahrungen anderer Personen. So begann die Zeit der Vermittler zwischen den Menschen und ihrem höheren Selbst.

Wissenschaft & Transzendenz

Danach kamen die Wissen­schaft­ler, die in der Lage waren, immer mehr und mehr Phänomene der Natur als einfache Wechsel­wirkungen der materiellen und energetischen Welt erklären zu können. Plötzlich schien es, dass überhaupt kein Gott mehr notwendig sei. Das ganze Univer­sum schien wie eine große Maschine zu funktionieren, die mit allem in Wechsel­wirkung stand, gemäß der präzisen mathe­matischen Naturgesetze.

Technologien, die auf den „Erkenntnissen der Wissen­schaft­ler“ beruhten, gaben den Menschen mehr und mehr Macht über ihr eigenes Schicksal. Das Leben wurde viel besser erklärbar und auch bequemer, sicherlich viel bequemer als zu Zeiten, in denen die Religionen an der Macht waren, sodass die rein materielle Weltsicht immer stärker wurde.

Ab einem gewissen Punkt begannen wir sogar das Leben als aus dieser rein materiellen Ebene entstanden zu betrachten.

Warum jedoch gerade die Verbundenheit mit dem eigenen höheren Selbst essentiell für die Erfahrung des Transzendierens ist, erklären verschiedene Analogien. Um zu beschreiben, wie die meisten Wissen­schaft­ler die Beziehung zwischen Körper und Geist (Bewusstsein) sehen, könnten wir die Analogie des Computers verwenden – dazu später mehr.

Die Ozean-Welle-Analogie

In alten Zeiten wurde individuelles Bewusstsein mit der Welle eines Ozeans gleichgesetzt. In der Ozean-Analogie wird die Welle, wenn der Geist komplett still wird, wieder eins mit dem Ozean. Zum eigenen Selbst zu kommen bedeutet, diesen Zustand der Einheit mit dem „höheren Selbst“ – dem Ozean – bewusst zu erfahren.

Illustration: verschiedene Wellen eines Ozeans repräsentieren individuelles Bewusstsein des universellen Bewusstseinsfeldes
Illustration: Eine Welle "das Bewusste" wird stiller und wird zum Ozean

Die alten Texte sagen, dass diese Erfahrung unbedingt notwendig sei, um unser volles menschliches Potenzial zu entwickeln, welches für die Menschen in früheren Zeiten die Grundlage ihres Lebens gewesen war. Dabei erfuhren sie dauerhafte Verbundenheit mit ihren Mitmenschen und der Natur.

Im Laufe der Zeit begannen die Menschen jedoch, Meditation als eine Form der Kontrolle des Geistes – in der Regel als eine Art Konzen­tra­tion – zu verstehen. Obwohl Konzentra­tions­techniken durch den Ausschluss von Sinnes­wahr­nehmungen eine gewisse Zunahme an Wachheit oder Entspannung bringen können, verhindern sie in Wirklichkeit die Erfahrung des Transzen­dierens, eines Zustandes bedingungsloser Selbst­rück­bezogenheit.

 

Konzentration hält den Geist aktiv – und eine aktive Welle kann niemals ruhig werden. Daher wurde Meditation eher als eine Methode der Entspannung gesehen, als das, was sie wirklich war: Eine Methode, das unbegrenzte Potenzial zu entfalten.

Unser Geist verhält sich wie ein Muskel: Wird er trainiert, wird er stärker, ansonsten wird er schwächer. Richten wir unsere Aufmerksamkeit immer nur nach außen und halten den Geist permanent aktiv, entwickeln sich nur die Spitzen der Wellen, das heißt die ober­fläch­lichs­ten Schichten des Geistes.

Dies wird zu dem Teil des Geistes, den wir bewusst erfahren können. Die tieferen Schichten des Geistes werden nicht entwickelt, sie ruhen unbewusst in unserem Unter­be­wusstsein und bleiben uns verborgen.

Illustration: Nur ein Teil einer Welle des Ozeans ist bewusst. Der Rest vom Ozean ist unbewusst.

Die Computer-Analogie

Im zentralen Mikroprozessor eines Computers gibt es Milliarden von „Transistorfunktionen“. Dabei handelt es sich im Prinzip um elektrische Schalter, die sich an- und ausschalten – mit elektronischen Abläufen. Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass Software-Systeme funktionieren. In ähnlicher Weise gibt es Milliarden elektro-biochemischer Prozesse und „Schaltvorgänge” in unserem Gehirn, die alle zusammen zur ganzheitlichen Funktion beziehungsweise Erfahrung unseres Bewusstseins führen.

Die Computer-Analogie erscheint uns vertraut und plausibel: Wenn wir die Hardware in den Ruhemodus setzen, funktionell ausschalten (Schlaf), arbeitet die Software nicht mehr. Wenn die Hardware teilweise defekt ist (Hirnschaden), wird das erheblich die Funktionsfähigkeit des Betriebssystems und die Anwendbarkeit der Anwendersoftware beeinflussen. Und wenn die Hardware völlig defekt ist (Tod), ist die Funktion selbst des Betriebssystems nicht mehr möglich – ist das „Spiel vorbei“.

Illustration eines Laptops

Die Computer-Analogie hat offensichtlich eine Menge praktischer Vorteile. Wenn wir verstehen, wie der Computer funktioniert, dann können wir ihn auch reparieren, sofern er defekt ist. Innovationen in der Medizintechnik entstanden aus einem besseren Verständnis von der Funktionsweise des Körpers. Dadurch konnten und können Millionen Leben gerettet werden. Aber ist das wirklich die beste Möglichkeit, das Leben von einem philosophischen Standpunkt aus zu erklären? Sind wir wirklich nicht mehr als sich selbst bewegende Roboter in einem rein mechanischen Universum? Die meisten Menschen fühlen intuitiv, dass es noch etwas gibt, das nicht wirklich zu diesem Bild passt. Und sie haben recht.

Es gibt noch eine andere Analogie, die wir verwenden können, um die Beziehung zwischen Körper und Geist zu beschreiben. Die Analogie eines Radios.

Die Radio-Analogie

Stellen Sie sich einen Menschen vor, der noch nie ein Radio gesehen hat und nicht weiß, wie es funktioniert. Nun stelle man sich weiter vor, jemand zeigt ihm das Radio und würde es ausschalten (Schlaf). Unser Proband würde merken, dass die Musik zu spielen aufhört. Jetzt beginnt jemand die Hardware des Radios durcheinander zu bringen (Hirnschaden), sodass die Qualität der Musik sehr schlecht wird. Dann würde er das Radio mit einem Hammer zertrümmern (Tod), und es gäbe gar keine Musik mehr. Wenn wir es nicht besser wüssten, wären wir davon überzeugt, dass die Musik aus dem Radio selbst kommt und nun scheinbar die Musik zerstört wäre.

Illustration eines Radios

Aber wir wissen es besser. Wir wissen, dass das Radio nur ein hochentwickeltes Gerät ist, das Schwingungen über ein elektromagnetisches Feld empfängt, das weit größer ist als die physischen Grenzen des Radios und von diesem unabhängig existiert. Wir wissen, dass dieses Feld unsichtbar ist – es durchdringt und verbindet alles und jeden.

Wir wissen auch, dass dieses eine Feld auf unterschiedliche Weise vibrieren kann und zur selben Zeit verschiedene Arten von Musik erzeugen kann.

97.1 FM: Klassik
101.7 FM: Rock
103.5 FM: Pop
106.4 FM: Tanzmusik

Transzendentale Meditation: Innere Stille erfahren

Kehren wir nun zu unserer Ausgangsbetrachtung zurück und betrachten das individuelle Bewusstsein als eine Welle auf dem Ozean universellen Bewusstseins. Die Analogie des Radios steht in keinem Widerspruch zu unseren medizinischen Entdeckungen der letzten hundert Jahre. Die Qualität der Musik wird immer noch von der richtigen Funktionsweise der Hardware abhängen. Aber es wurde ein spiritueller Blickpunkt auf das Leben eröffnet. Wir sind spirituelle Wesen, wir sind ein Teil der Natur, aber keine biologischen Maschinen auf zwei Beinen.

Wir entdecken eine neue Art, den Geist zu betrachten. Diese Sichtweise ermöglicht es uns zu verstehen, warum die Erfahrung des Transzendierens eine so starke Wirkung auf alle Aspekte unseres Lebens hat. Die Wirkung des Transzendierens ist viel größer als bei gewöhnlicher Entspannung.

Die Technik der Transzendentalen Meditation ist die Wiederentdeckung einer alten, natürlichen und mühelosen Technik. Der Geist erfährt reine, innere Stille. Die Welle kommt im Ozean zur Ruhe. Wenn wir diese Erfahrung regelmäßig machen, beginnen wir, unseren Geist zu trainieren, unser volles geistiges Potenzial zu gebrauchen.

Das bedeutet, dass wir uns buchstäblich selbst darin trainieren, beide Erfahrungen gleichzeitig zu machen: die individuelle Existenz der Welle und das Gefühl der Verbundenheit mit allem anderen. Dieser Zustand wird Einheitsbewusstsein genannt, der höchstmögliche Entwicklungszustand des Lebens. Dies ist wirklich die höchste menschliche Erfahrung.

Natürlich ist regelmäßige Übung nötig, bis wir diesen Zustand ganz erreichen. Aber je mehr wir uns zu diesem Zustand hin entwickeln, umso mehr werden die Qualitäten des Transzendenten in unserem täglichen Leben aktiv, wogegen sie vorher meistens einen Dämmerschlaf führten, in unserem Unterbewusstsein. Schon ab den ersten Tagen und Wochen ihrer TM-Praxis beginnen viele Leute, an sich Veränderungen zu bemerken.

Die ersten und offensichtlichsten Langzeitveränderungen, die dadurch entstehen, dass wir mehr und mehr unser volles geistiges Potenzial nutzen, sind messbare Ergebnisse in Bezug auf unsere geistigen Fähigkeiten – wie Intelligenz und Kreativität.

Transzendieren: Verbesserung intellektueller Leistungen

Für eine Studie in Taiwan wurden 362 Schüler der Sekundar­stufe wahllos in vier Gruppen aufgeteilt: in eine TM-Gruppe und drei Kontroll­gruppen. Die drei Kontroll­gruppen bestanden erstens aus einer Ruhe­gruppe, zweitens einer Gruppe, die eine Kontemplations­medi­ta­tion ausübte und drittens einer Gruppe ohne spezielle Anweisungen. Nach sechs bis zwölf Monaten zeigte die TM-Gruppe eine hoch­signi­fi­kante Verbesserung in allen fünf Bereichen der gemessenen intellektuellen Fähigkeiten. Die Wahrscheinlich­keit, dass solch eine durchgehend signifikante Veränderung zufällig stattgefunden haben könnte, lag bei 1:12.000.000.000.
„Ich nenne meine Methode Meditation, aber sie ist de facto eine Technik der Selbst-Erforschung. Sie ermöglicht dem Menschen, in den innersten Bereich seines Wesens einzutauchen, wo die Essenz des Lebens ist, die Quelle aller Weisheit, aller Kreativität, allen Friedens und allen Glücks … Das Wort Meditation ist nicht neu, auch nicht die Vorteile der Meditation … Aber diese Art der Meditationstechnik war jahrhundertelang in Vergessenheit geraten. Und das ist der Grund, warum die Menschheit leidet oder zu leiden scheint.“

Maharishi Mahesh Yogi

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Transzendieren: „Reine Positivität“ & Glück erfahren

Wir sind daran gewöhnt, alles in Gegensätzen zu sehen: warm/kalt, hell/dunkel, Liebe/Hass, positiv/negativ, auf/ab. Auf der Ebene des „Einheitsbewusstseins“ verschwinden diese Widersprüche. Was bleibt, ist nur eine Eigenschaft, die von den alten Schriften als „reine Positivität“ beschrieben wird. Sie beschrieben die Erfahrung dieses Zustands als Glückseligkeit, reines Glück. Der Geist sucht andauernd nach Glück, weil er weiß, dass dies tief in seinem Inneren seine wahre Natur ist. Deshalb wird der Geist spontan transzendieren, wenn wir ihm dazu die Gelegenheit geben, da er dorthin gehen möchte. Er will nach Hause kommen.

Die moderne Forschung hat gezeigt, dass während der Ausübung der Transzendentalen Meditation das „Glücks­hormon“ Serotonin spontan zunimmt. Das ist einfach nur ein Weg, um objektiv zu messen, dass der Geist in einen Zustand spontanen, inneren Glücks gelangt, aber er hat davon auch tief­grei­fende Vorteile, bedenkt man die vielen Gesundheitsprobleme, die mit zu niedriger Serotonin-Konzentration zusammenhängen.

Je mehr wir diese Qualitäten des Ozeans beleben können, umso länger wird der Zustand inneren Glücks nach der Meditation anhalten, bis hin zu der Möglichkeit, 24 Stunden am Tag ohne äußeren Grund glücklich zu sein. Wir haben in uns einen unendlichen Ozean an Glück, wir müssen ihn nur nutzen.

Transzendieren: Inneren Frieden erlangen

Genauso ist die Erfahrung von Einheit eine Erfahrung vollständigen inneren Friedens. Wenn Gegensätze verschwinden, dann werden auch alle möglichen Konflikte verschwinden, und nur Frieden bleibt. Das kann auch leicht im Körper gemessen werden, wenn zum Beispiel Stresshormone während der Meditations-Ausübung spontan abnehmen.

Reine Positivität erklärt auch, warum Transzendentale Meditation so effektiv ist bei der Stress­lösung. Der beste Weg, um Negativität zu mindern, ist die Positivität zu erhöhen. So wie der beste Weg, Dunkelheit verschwinden zu lassen, darin besteht, einfach Licht einzuschalten. Die in unserem Körper gespeicherte Negativität wird spontan verschwinden, wenn wir die Positivität beleben.

Wenn wir nur an der Oberfläche des Geistes leben, verlieren wir diesen Zustand dauerhaften Glücks, und unser Leben wird zu einer Berg-und-Tal-Fahrt mit Höhen und Tiefen. Wenn wir lernen, unsere wahre Natur zu beleben, wird der Zustand von Positivität, Glück und innerem Frieden dauerhaft.

Einheitsbewusstsein: Verbundensein, Liebe

An der Quelle des Geistes, im Ozean sind wir mit allen verbunden. Deshalb können wir Liebe erfahren. Roboter können das nicht. Die Botschaft aller großen Lehrer der Vergangenheit war eine Botschaft bedingungsloser Liebe. Aber Liebe entsteht nicht durch dogmatische Lehren, sie entsteht spontan, wenn wir uns mehr und mehr mit anderen verbunden fühlen. Und das geschieht spontan, je mehr wir transzendieren.

Deshalb werden diejenigen, die Transzendentale Meditation ausüben, liebevoller in ihren Beziehungen. Sie fangen an, andere besser zu behandeln, sie fühlen eine stärkere Verbundenheit mit der Natur, usw. Aus diesem Grund übernehmen auch immer mehr religiöse Anführer die Technik der TM, weil sie darin sehr richtig eine praktische Methode erkennen, das Bestreben aller großen Religionslehren zu erfüllen.

Transzendieren: Vollständiges Wissen

Allwissenheit ist eine Eigenschaft, die oft mit einem höheren Wesen in Zusammenhang gebracht wird. Dennoch machen Menschen regelmäßig die Erfahrung, Dinge zu wissen, die sie aufgrund von Sinneswahrnehmungen eigentlich nicht wissen können. Wir nennen dieses Phänomen „Intuition“ oder ein „gutes Gefühl“. In Fällen, in denen diese Eigenschaft sehr prägnant entwickelt ist, geben wir dieser Erfahrung eher esoterische Namen: Hellsehen, Vorahnung, Telepathie, usw. Der Intellekt kann diese „psychischen“ Erfahrungen nicht begreifen. Deshalb werden sie von der modernen Wissenschaft oft ins Lächerliche gezogen, obwohl eine vor einiger Zeit durchgeführte Umfrage enthüllt hat, dass 67% aller US-Bürger solche Erfahrungen schon gemacht haben.

Auf der Ebene unseres Alltagslebens haben wir nur ein begrenztes Wissen darüber, was in unserer unmittelbaren Umgebung geschieht. Es sind die Dinge, die wir mit unseren Sinnen erfassen und mit unserem Intellekt analysieren können, die wir zu verstehen glauben. Auf der Ebene des Ozeans sprechen wir von einer Realität, in der alles miteinander verbunden ist und wo Informationen über alles vorhanden sind.

Die meisten Menschen spüren, dass sie unbewusst viel mehr wissen als das, was nur in ihrem bewussten Geist vorhanden ist. Manchmal erreichen Impulse aus dieser Ebene unseren bewussten Geist. Wir nehmen sie als Intuition wahr, eine Art Bauchgefühl, mehr zu wissen, als unser Intellekt fähig ist, uns zu sagen. Einige Menschen sind in intuitiven Dingen begabter als andere, genauso, wie andere Menschen mehr Talent für eine Sportart oder fürs Klavierspielen haben. Sie haben einfach nur eine Fähigkeit entwickelt, die jedem Menschen angeboren ist.

TM-Ausübende erfahren nicht nur, dass sich ihre Intuition verbessert; eine der höchst bemerkenswerten Erfahrungen ist, dass der richtige Gedanke sich spontan zur richtigen Zeit einstellt. Es ist fast so, als ob es einen Supercomputer gibt, der fähig ist, alle möglichen Ergebnisse von allen möglichen Gedanken im Voraus zu kalkulieren und dann – gemäß seiner rein positiven Natur – den Gedanken erschafft, der das positivste Ergebnis für den Einzelnen und für seine Umgebung hervorbringen wird.

Ein wunderbares praktisches Beispiel für solches spontan richtige Denken erhalten wir von den Schülern der Maharishi-Schule für das Zeitalter der Erleuchtung, Fairfield, USA: Es ist eine kleine Schule in Iowa, mit ungefähr 200 Schülern, an der die Kinder Transzendentale Meditation sowohl in der Grundschule als auch in der Sekundarstufe ausüben. Jedes Jahr nehmen diese Schüler an dem Wettbewerb „Endstation Vorstellungskraft“ (Destination Imagination) teil, bei dem es um die kreative Lösung von Problemen geht. Der Wettbewerb besteht aus mehreren Einzelwettbewerben. Jedes Jahr nehmen 100 000 der kreativsten Kinder der Welt daran teil. Im ganzen Bundesstaat Iowa ist diese kleine Schule, was diesen Wettbewerb anlangt, führend. Seit 2010 hat die Schule sieben Mal die Weltmeisterschaft gewonnen. Bei der globalen Meisterschaft von 2005 brachten Schüler dieser Schule zwei erste und drei dritte Preise nach Hause – mehr als irgendeine andere Schule weltweit (Übersicht aller Erfolge). Sie hatten einfach nur die richtige kreative Lösung zur richtigen Zeit, und das ist genau das, worum es bei der kreativen Problemlösung geht. Dieser außergewöhnliche Erfolg ist mit einer der Gründe, warum immer mehr Regierungen Transzendentale Meditation im Erziehungswesen unterstützen.

Transzendieren: Kreativität & unendlich organisierende Kraft

Auf der Ebene des Ozeans schafft der Ozean alles aus sich selbst heraus. Auf dieser Ebene sprechen wir von reiner Kreativität und der unendlich organisierenden Kraft.

Diese reine Kreativität liegt am Grund unseres Bewusstseins und ist die Quelle unserer eigenen Kreativität. Menschen, die die TM ausüben, bemerken meist recht bald, dass sie kreativer werden. Manchmal sieht man das in extremem Ausmaß, wie bei Schülern der Maharishi Schule in Iowa, USA, die viele kreative Wettbewerbe auf globaler Ebene gewonnen haben.

Der Einzelne hat aber auch die Macht, etwas auf weitaus tieferen Ebenen zu erschaffen, nicht nur mit seinen Händen, sondern auch auf der Ebene der Gedanken, auf der Ebene seines eigenen Bewusstseins. Hier liegt die wirkliche kreative Kraft.

In der sogenannten „New-Age“-Literatur, wie zum Beispiel in „The Secret – Das Geheimnis“, findet man heute viel über positives Denken, über Visualisieren und Bejahung. Die Theorie lautet: Wenn wir uns auf positive Dinge konzentrieren, stellen wir fest, dass unser Umfeld tatsächlich auch positiver und unterstützender wird. In religiösen Begriffen sprechen wir von dem „Willen Gottes“, der unsere Wünsche unterstützt. Wir wünschen uns etwas, und wir sehen, wie unsere ganze Umgebung sich daraufhin organisiert, diesen Wunsch zu unterstützen.

In der Praxis funktioniert das nur für einige Menschen, während bei den meisten irgendein Resultat von irgendwelcher „Gedankenkraft“ kaum, wenn überhaupt, wahrnehmbar ist. Deshalb wird es von vielen nicht ernst genommen oder wird belächelt.

Wir müssen versuchen zu verstehen, weshalb das so ist: Wir versuchen, von der oberflächlichsten Ebene unseres bewussten Geistes aus, wo wir getrennt sind, einen Einfluss zu schaffen, statt von der Ebene, wo wir verbunden sind.

Zwei Illustrationen einer Person die einen Stein ins Wasser wirft. Bei der oberen Illustration ist die werfende Person weiter entfernt vom Wasser, bei der unteren Illustration ist die Person näher am Wasser.

Es ist ein wenig so, als versuchten wir, von einer großen Entfernung aus einen Stein in einen See zu werfen. Man wird nur einen kleinen Stein werfen können, und die Wellen, die man dadurch erzeugt (den Einfluss, den man hervorruft), sind nicht sehr groß, kaum wahrnehmbar. Wenn wir TM ausüben, beginnen wir zu lernen, wie wir einen größeren Teil unseres geistigen Potenzials nutzen, und es ist so, als ob wir uns dem See nähern würden. Nun sind wir fähig, größere Steine mit größeren Wirkungen zu werfen.

TM-Ausübende werden feststellen, dass sie nicht nur spontan zur rechten Zeit am rechten Ort sind und dabei die zur Situation passenden Gedanken haben, sondern dass sie auch von ihrer Umgebung mehr Unterstützung erhalten, damit diese Gedanken erfolgreich ausgeführt werden. Aus diesem Grund haben TM-Ausübende in der Regel mehr Erfolg in ihrem Leben, sowohl privat als auch beruflich und deshalb schwören so viele auf diese Technik, einschließlich Hollywood-Filmemacher, Schauspieler, Musiker, Politiker oder Börsenmakler.

Transzendieren – im Gehirn messbar

Auf den ersten Blick mag die Beschreibung des Transzendierens abstrakt vorkommen. Doch mit Hilfe moderner Messtechnologie können wir sofort die praktischen Auswirkungen sehen. Die Kohärenz-Messungen eines EEG zeigen in Echtzeit, wie sich unser Gehirn durch Transzendentale Meditation besser vernetzt und anfängt, als ein optimiertes, einheitliches Ganzes zu funktionieren. EEG-Kohärenz geht anscheinend oder sogar nachweislich mit weniger ADHS, Impulsivität, Neurotizismus und emotionaler Instabilität einher und korreliert mit einer Zunahme von ethischem Verhalten (Mitgefühl, mehr Liebe, sozialer Kompetenz), Intelligenz und Kreativität. Ein Zusammenhang mit größerer Lernfähigkeit, schnelleren Reflexen, besseren akademischen Leistungen, erfolgreicheren Berufskarrieren konnte ebenfalls hergestellt werden. Alles, was das menschliche Leben zu etwas Besonderem macht, scheint sich zu entwickeln oder zu verbessern, wenn unser Gehirn anfängt, mehr wie eine Ganzheit zu funktionieren. Transzendieren ist unter den erforschten Methoden die kraftvollste und effektivste, um derartige vereinheitlichte Funktionsweisen herbeizuführen.

Transzendieren: Unbesiegbarkeit

Transzendieren wirkt auf alle Lebensbereiche gleichzeitig, weil es uns mit der Quelle allen Lebens in Kontakt bringt. Das wurde von mehr als 650 Studien, darunter mehr als 350 Peer-Review-Veröffentlichungen, rund um TM bestätigt. Aber all diese Verbesserungen sind nur Nebenwirkungen – Beiwerk – eines ganz neuen Zustandes, der sich in unserem Bewusstsein entwickelt, eines Zustandes, den Maharishi gern mit dem Begriff „Unbesiegbarkeit“ belegt.

Wenn wir unser volles geistiges Potenzial belebt haben und die Eigenschaften des Ozeans andauernd in unserem Bewusstsein erwacht sind, dann sind unser innerer Friede und unser Glück unverlierbar und unüberwindbar. Nichts und niemand kann sie stören oder gar zerstören. In diesem Zustand ist unser Selbstbewusstsein unbesiegbar; was immer geschieht, wir werden immer wir selbst bleiben. In diesem Zustand besitzen wir ein unbesiegbares schöpferisches Potenzial. Es gibt kein Problem, für das wir keine Lösung finden könnten (wie zum Beispiel die Schüler der Maharishi-Schule; sie sind nicht ganz unbesiegbar, weil sie bis jetzt noch nicht jede Weltmeisterschaft gewonnen haben, aber sie haben mehr erreicht als jede andere Schule der Welt). In diesem Zustand fühlen wir eine unbesiegbare Verbundenheit, bedingungslose Liebe für Andere, die von nichts und niemandem überschattet werden kann.

Maharishis Botschaft war von Anfang an, dass die Erfahrung eines solchen Zustands das Geburtsrecht jedes Menschen sei. So sieht wahres Leben aus. Wir brauchen einfach nur zu lernen, wie man zu seiner Quelle Kontakt aufnimmt.

Häufige Fragen:

Was bedeutet „transzendieren“?

Unter dem Begriff „Transzendieren“ wird ein Geisteszustand tiefer Stille und ruhevoller Wachheit verstanden. Die eigenen Gedanken kommen dabei vollständig zur Ruhe und ordnen sich. Transzendierende erreichen so einen Zustand tiefer Entspannung, der wesentlich größer als bei anderen Meditationstechniken ist. Darüber hinaus kann durch Transzendieren eine tiefe Verbindung zum eigenen Selbst entstehen – und gleichzeitig auch zu unserer Umwelt.   

Wie kann man „transzendieren“?

Erreicht werden kann der Zustand der Transzendenz durch Transzendentale Meditation. Bei dieser Meditationstechnik wird die eigene Aufmerksamkeit nach innen gerichtet, bis schließlich keine „Ablenkungen“ von außen mehr den Zustand vollkommener Ruhe stören: Ich tue, sehe, denke nichts. Natürlich ist regelmäßige Übung nötig, bis wir diesen Zustand ganz erreichen. Doch schon ab den ersten Tagen und Wochen ihrer TM-Praxis beginnen viele Leute, an sich Veränderungen zu bemerken.

Was sind die Vorteile des Transzendierens?

Die Vorteile des Transzendierens sind wissenschaftlich belegt und in vielen Lebensbereichen spürbar: Tieferer Schlaf, Stress- oder Angstreduktion, bessere Konzentrationsfähigkeit und gesteigerte Kreativität sind nur einige ebenen, auf denen durch regelmäßige Praxis der Transzendentalen Meditation Veränderungen verzeichnet werden können. Hier können Sie mehr über die Vorteile und Wirkungen der Transzendentalen Meditation erfahren.

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